Das palästi­nensische Volk, die Bibel und das Imperium

Mitri Raheb, 1. Oktober 2018
Neue Wege 10/18

Die Besatzung Palästinas wäre nicht möglich ohne internationalen militärisch-finanziellen Bei­stand und ohne die Unterstützung durch eine religiös-kulturelle Ideologie. Eine Analyse 
der biblisch­kulturellen «Software» der US-­amerikanisch-israelischen Allianz.

2017 jährte sich die Balfour-Deklaration, in der das Britische Empire den europäischen Jüdinnen und Juden Palästina als Heimstätte versprach, zum hundertsten Mal. 2017 war das 70. Jahr der Uno-Resolution zur Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat. Und es war das 50. Jahr der israelischen Besatzung der Westbank, des Gazastreifens, des Sinai und der Golanhöhen. Heute, 2018, feiert Israel den 70. Geburtstag seines Staates, während die PalästinenserInnen der Katastrophe der «Nakba» gedenken, als Israel 77 Prozent des historischen Palästinas eroberte, mehr als 520 Dörfer zerstörte und über 900 000 PalästinenserInnen Heimat und Hoffnung verloren und zu Flüchtlingen wurden. Seither währt die Kolonialisierung Palästinas fort, und die Besatzung ist eine der längsten in der modernen Geschichte. Sie geht aus zwei Gründen weiter: Einerseits versorgt die internationale Staatengemeinschaft Israel mit dem militärischen Equipment und politischer und finanzieller Unterstützung, also der nötigen «Hardware». Andererseits werden zunehmend religiöse und kulturelle Argumente bedient, die die unkritische Unterstützung des israelischen Staates nähren. Und diese ideologische, diese biblisch-kulturelle «Software», ist viel gefährlicher.

Am 6. Dezember 2017 kündigte Präsident Trump an, es sei an der Zeit, Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-amerikanische Botschaft dorthin zu verlegen. Er nutzte diesen Schachzug, um sich als Präsident, der seine Wahlversprechen hält, zu inszenieren. Als Geschäftsmann, der besessen ist von Deals, gefällt es ihm nicht, dass 25 Jahre Verhandlungen Israel und Palästina nicht weitergebracht haben (und diesbezüglich hat er durchaus recht). Nun bereitete er den «Deal des Jahrhunderts» vor, obwohl niemand so genau weiss, worin dieser eigentlich besteht. Was durchgedrungen ist, lässt vermuten, dass der Plan ist, in Gaza einen palästinensischen Staat auszurufen, während die Westbank von Israel verschlungen wird – allerdings nicht ihre palästinensischen EinwohnerInnen, die eine Art Autonomie bekämen und kein Rückkehrrecht.

Trump spezifizierte bei seiner Ansage nicht, dass West-Jerusalem die israelische Hauptstadt sei. Er verschloss auch die Augen vor der «anderen Realität» der palästinensischen Bevölkerung Jerusalems und deren Bestreben, Ost-Jerusalem zu ihrer Hauptstadt zu machen. Trump brach die Versprechen vorangegangener US-Präsidenten an die PalästinenserInnen, und er verstiess gegen internationales Recht. Denn die Anerkennung von Tatsachen, die von der Besatzung geschaffen worden sind, ist eine Verletzung der Genfer Konvention.

Biblische Geschichten 
als Geschichte

Während Trumps Vorgehen pragmatisch sein mag, sind diejenigen um ihn herum sehr viel mehr von der ideologischen und insbesondere religiösen Software geprägt. Zentral ist die Bibel. Gewisse Bibelpassagen werden verwendet, um eine Kontinuität zwischen dem Alten Testament und dem heutigen Israel zu belegen. Dies wird besonders deutlich in den Predigten zweier Pastoren bei der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem. John Hagee ist Gründer einer Mega-Church in San Antonio, Texas, seine Predigten werden in die gesamten USA verbreitet. Er ist zudem Präsident der Christians United for Israel (CUFI), einer Nichtregierungsorganisation, die sich rühmt, über hundert Millionen US-Dollars für die Unterstützung Israels gesammelt zu haben.

Pastor Robert Jeffrey von der First Baptist Church in Dallas und ebenfalls Tele-Evangelist begann sein Gebet mit folgenden Worten: «Himmlischer Vater, wir versammeln uns vor dir, Gott von Abraham, Isaak und Jakob, und danken dir, dass du uns in diesem Ereignis im Leben deines Volkes und in der Weltgeschichte zusammengebracht hast. Vor 4000 Jahren sagtest du zu deinem Diener Abraham, dass du ihn zum Vater einer grossen Nation machen würdest, einer Nation, durch die die ganze Welt gesegnet sein würde. Und nun, da wir zurückschauen, sehen wir, dass Israel ein Segen für die ganze Welt war.» Die Väter des Alten Testaments als Begründer des jüdischen Volkes und die Israelis von heute als ihre direkten Nachkommen sind Hauptelemente der religiösen Software. Abraham ist nicht einfach der Vater des Alten Testaments, sondern der Vater der grossen, israelischen Nation. Da ist also etwas Göttliches, Magisches mit den Jüdinnen, Juden und Israelis von heute, eine biblische Verbundenheit: Dies sind gesegnete Menschen, und wer immer ihnen nahesteht, wird ebenfalls gesegnet.

Die andere biblische Figur, die in den letzten Monaten an vorderster Front stand, ist König David. US-Vizepräsident Mike Pence, ein wiedergeborener Katholik, sagte: «Das unzerbrechliche Band des jüdischen Volkes zu dieser heiligen Stadt geht mehr als 3000 Jahre zurück. (...) Es war hier, in Jerusalem, wo König David die Hauptstadt des Königreiches Israel eingeweiht hat. Und seit seiner Wiedergeburt hat der moderne Staat Israel diese Stadt zum Sitz seiner Regierung gemacht. Jerusalem ist die Hauptstadt Israels.» Was Pence hier wiederholt, ist Teil der herkömmlichen israelischen Propaganda. Auch hier werden biblische Geschichten als Geschichte verstanden, die in direktem Bezug zur Gegenwart steht.

Pence ist ohne Zweifel einer der Hauptakteure des Umzugs der US-Botschaft nach Jerusalem. Er versteht sich selbst als wiedergeborener Christ und gehört zur Bewegung des christlichen Zionismus. Die Geschichte des christlichen Zionismus in der Moderne verlief in vier Entwicklungsphasen, in denen Medien eine zentrale Rolle spielten und nach wie vor spielen. Die erste Phase war das Resultat eines religiösen Revivals in Europa und den USA im 19. Jahrhundert aufgrund der sozialen und politischen Veränderungen, die gewisse Leute annehmen liess, die Wiederkehr Christi sei nahe. Drei Entwicklungen trugen zu dieser Wiederkehr bei: der Triumph des Protestantismus durch die Missionierung, der Untergang des Islams in Gestalt des kollabierenden Ottomanischen Reiches und die Konversion der JüdInnen zum Christentum.

Die zweite Phase begann in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Viele christliche TheologInnen sahen, dass der Holocaust und der Antisemitismus im christlichen Antijudaismus begründet lagen. Dies führte zu einer entgegengesetzten, philosemitischen Bewegung, die bewirkte, dass Israel Teil der westlichen weissen Welt wurde. Leon Uris’ Erzählung Exodus wurde ein Bestseller und der gleichnamige Film der prägnanteste Ausdruck für die Stimmungslage jener Zeit.

Christlicher Zionismus

Die dritte Phase des christlichen Zionismus begann nach 1967. Die israelische Besetzung der West Bank, des Gazastreifens, des Sinai und der Golanhöhen wurde interpretiert als Kampf von David (Israel) gegen Goliath (die arabischen Staaten). Viele ChristInnen glaubten, dass dies nicht ohne göttliche Intervention möglich gewesen wäre. Diese Ansicht gab dem Dispensationalismus, der in der wörtlichen Interpretation der Schriften und besonders der Prophezeiungen gründet, Aufwind. Dem modernen Staat Israel kommt darin eine einzigartige Rolle zur Erfüllung eines göttlichen Planes zu. 1970 veröffentlichte Hal Lindsey das Buch The Late Great Planet Earth. Darin behauptet er, alle biblischen Prophezeiungen würden darauf hindeuten, dass das Ende der Geschichte nahe sei und die Wiederkehr Christi an einem speziellen Ort – dem Staat Israel – erfolgen werde. Das Buch wurde mit 28 Millionen verkauften Exemplaren ein Bestseller.

Die vierte Phase des christlichen Zionismus begann, als die religiös geprägte Likud-Partei 1977 an die Macht kam. Der damalige Premierminister Menachem Begin war der erste, der dessen Bedeutung begriff. Von nun an hatten christliche ZionistInnen einen direkten Draht zum politischen Establishment. Sie starteten grosse Programme zur Unterstützung der Alija, der Migration von sowjetischen, äthiopischen und anderen Jüdinnen und Juden nach Israel. Als die Knesset 1980 das Gesetz zur Deklarierung Jerusalems als Ewiger Hauptstadt Israels verabschiedete, zogen alle ausländischen Botschaften nach Tel Aviv um. Eine Gruppe von christlichen ZionistInnen hingegen gründete die International Christian Embassy in Jerusalem. Der Bestseller dieser vierten Phase waren die Verfilmungen von Left Behind, die die Stadt Jerusalem in eine endzeitliche Apokalypse versetzte.

Rassismus, Siedlergeist 
und der Holocaust

Der christliche Zionismus war und ist eine wichtige Zutat der ideologischen Software zur israelischen Besatzung Palästinas – aber nicht die einzige. Neben ihr gibt es auch eine starke kulturelle Komponente. Ein erster Aspekt ist die weisse und jüdisch-israelische Vorherrschaft oder rassische Überlegenheit über Nichtjüdinnen und Nichtjuden beziehungsweise der Israeli über die PalästinenserInnen. Legitimiert wird diese Vorherrschaft durch das Argument, Israel bringe nicht nur Palästina, sondern dem ganzen Nahen Osten «Zivilisation». Hierin widerspiegelt Israel das Image der USA, wie den Worten von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner anlässlich der Botschaftseröffnung zu entnehmen war: «Israel beweist jeden Tag die grenzenlose Kraft der Freiheit. Dieses Land ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem Juden, Muslime und Christen und Menschen aller Glaubensrichtungen ihren Glauben frei nach ihren Vorstellungen leben können. Israel beschützt die Frauenrechte, die Meinungsfreiheit und das Recht jedes Individuums, sein gottgegebenes Potential auszuschöpfen. Das sind dieselben Werte, die auch die USA pflegen. Diese Werte verbinden uns. Dies sind die Werte, die Israel zu einer vibrierenden Nation machen. Diese kleine Bevölkerung hat Entwicklungen in Technologie, Medizin und Agrikultur vorangetrieben, die die Welt gesünder, sicherer und fruchtbarer machen.»

Es gibt noch einen Grund, warum die USA, wenn sie nach Israel schauen, sich selbst sehen. Beide Nationen sind Siedlernationen, die das Land der indigenen Bevölkerung besetzt und diese in kleine Reservate gesteckt haben. Dies ist ein zweites Element der kulturellen Software, wie in der Rede von Vizepräsident Pence offensichtlich wird: «Während seines historischen Besuches in Jerusalem hat Präsident Trump erklärt, dass das Band zwischen uns ‹verwoben ist in den Herzen unserer Völker› (...). In der Geschichte der Juden können wir seit jeher die Geschichte Amerikas sehen. Es ist die Geschichte eines Exodus, eine Reise aus der Verfolgung in die Freiheit, eine Geschichte, die die Kraft des Glaubens und das Versprechen der Hoffnung zeigt. Die ersten Siedler meines Landes waren ebenfalls Pilger auf der Suche nach dem Gelobten Land. Die Lieder und Geschichten der Menschen Israels waren ihre Hymnen und sie lehrten sie ihren Kindern und tun es noch heute. Und unsere Gründerväter wandten sich an das Alte Testament auf der Suche nach Führung und Inspiration.»

Das dritte Element der kulturellen Software ist die Referenz auf den Holocaust. Während der Eröffnung der Botschaft erinnerte Kushner die Anwesenden: «Ich bin heute hier als ein stolzer Amerikaner und als Enkel von Holocaust-Überlebenden im Zweiten Weltkrieg. Meine Grosseltern flohen aus ihrer Heimat in die Wälder Weissrusslands, um der Verfolgung durch die Nazis zu entkommen. (…) Nach dem Krieg bauten sie sich ein neues Leben in Amerika auf, der Fackel der Hoffnung, dem Land der grenzenlosen Möglichkeiten. In meinem Büro im Weissen Haus steht ihr Foto auf meinem Schreibtisch. Es (...) erinnert mich an die Macht Amerikas, das Zünglein an der Waage zugunsten der Rechtschaffenen zu sein.» Auch Pence verwies auf den Holocaust: «Und morgen, wenn ich mit meiner Frau in Yad Vashem stehe, um die sechs Millionen jüdischen Märtyrer des Holocausts zu ehren, werden wir den Glauben und die Standhaftigkeit dieser Menschen bewundern, die sich, nur drei Jahre, nachdem sie dem Tod geweiht waren, aus der Asche erhoben haben, um die jüdische Zukunft einzufordern und den jüdischen Staat wieder aufzubauen.» Der Holocaust ist und bleibt ein wichtiges Element der Software des Staates Israel, der seine Geschichte als die Transformation einer verfolgten Gemeinschaft hin zu einer regionalen Grossmacht erzählt.

Ein viertes Element der kulturellen Software schliesslich ist die dualistische Sicht auf die Geschichte. «Wir stehen vereint mit Israel, weil wir an Richtig anstatt Falsch glauben, an Gut anstatt Böse, an Freiheit anstatt Tyrannei», sagte Pence. Er spricht hier nicht mehr von einer politischen oder militärischen Allianz. Es ist eine metaphysische, eine transzendente Allianz. Während die Mitglieder der Allianz der Guten stets die gleichen bleiben, wechseln die Mitglieder der Achse des Bösen: Einst war es die Sowjetunion, später Saddam Hussein, heute ist es der Iran. Interessanterweise gibt es noch ein neues Mitglied dieser Achse des Bösen, die Uno. John Hagee sagte in seinem Gebet: «Ruft es von den Hausdächern, dass Israel lebt. Lasst jeden islamischen Terroristen diese Nachricht hören, lasst es verlauten in den Hallen der Vereinten Nationen: Israel lebt. Lasst das Echo in den marmornen Hallen des iranischen Präsidentenpalasts widerhallen: Israel lebt. (...) Denn jener, der Israel bewahrt, schlummert und schläft niemals.»

Die biblisch-kulturelle Software ist gefährlich, weil sie von verschiedenen mächtigen Lobbys in den USA propagiert wird. Neben den christlichen ZionistInnen sind es US-Militärs, das American Israel Public Affairs Committee und Medienunternehmen wie Fox News. Wegen dieser unheiligen Allianz von Religion, Militär, Wirtschaft und Medien ist die Software so gefährlich. Freilich verändert sie sich auch. In letzter Zeit hat der Dispensationalismus in christlich-zionistischen Kreisen an Gewicht verloren. Von all den Rednern bei der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat nur John Hagee darauf verwiesen, dass Jerusalem der Ort sei, an dem die Wiederkehr Christi stattfinden wird. Wir können aber beobachten, dass die Allianz der christlichen extremen Rechten und der israelischen Rechten seit 1977 gewachsen ist. Es ist kein Zufall, dass die Anwesenden an der Eröffnungszeremonie entweder christliche ZionistInnen waren, rechte israelische Politiker oder jüdische AmerikanerInnen, die das israelische Kolonialisationsprojekt unterstützen. Die Eröffnung der US-Botschaft fand in einer Blase statt.

Support der RechtsnationalistInnen

Die beschriebene Entwicklung geschieht im historischen Kontext der erstarkenden rechtsnationalistischen Politik in Europa, den USA und weltweit. Trump und Netanyahu müssen in diesem Kontext verstanden werden. Beängstigend ist, dass beide in vielen der gehaltenen Reden als Botschafter Gottes geschildert werden, die seinen Willen vollstrecken. Dies kam im Gebet von Pastor Jeffrey am stärksten zum Ausdruck: «Wir danken Dir heute besonders für die mutige Führung des Premierministers Benjamin Netanyahu und seinen Willen, alles Notwendige zu tun, um sein Volk zu verteidigen. (...) Wir möchten Dir danken für die enorme Führungskraft unseres grossen Präsidenten Donald J. Trump (...). Wir danken Dir jeden Tag, dass du uns einen Präsidenten geschenkt hast, der mutig auf der rechten Seite der Geschichte steht und – noch wichtiger – auf der rechten Seite von dir steht, oh Gott.» Es ist nicht mehr Jesus Christus, der an der rechten Hand seines Vaters zu finden ist, sondern Präsident Trump.

Theologie der 
Unterdrückten

Der israelisch-palästinensische Konflikt ist kein Konflikt zwischen zwei Völkern – ansonsten hätten wir ihn vor langer Zeit gelöst. Israel kann es sich leisten, die Besatzung und Kolonialisierung Palästinas voranzutreiben, weil es von den Reichen und Mächtigen des Westens mit der nötigen Hardware und biblisch-kultureller Software versorgt wird. Es ist an uns, diese Software nicht nur zu knacken, sondern eine neue, andere zu entwickeln: Eine authentische Theologie, basierend auf Gerechtigkeit, Menschenrechten und Vielfalt; eine Theologie von und für die Unterdrückten, nicht eine Theologie des Imperiums. Wir müssen neue Medien entwickeln, um unsere Theologie in den öffentlichen Raum hinauszutragen. Auch wenn der Weg lange zu sein scheint und wir uns überwältigt fühlen ob der schieren Macht des Imperiums, so sehen wir doch bereits die Risse in den Mauern, die dieses Imperium aufgezogen hat. Die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat gezeigt, dass das Imperium heute so isoliert ist wie noch nie.

  1. Der stark gekürzte Artikel basiert auf einem Vortrag Mitri Rahebs an der DARE Konferenz in México City im Mai 2018.

    Übersetzung: Dolores Zoé Bertschinger.

  • Mitri Raheb,

    Mitri Raheb, *1962, ist lutherischer Theologe, er war Pfarrer der Weihnachtskirche in Bethlehem. Er ist
    der Gründer und Leiter des Dar al-Kalima University College of Arts and Culture in Bethlehem.

    www.mitriraheb.org