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1/2018: Beziehungsweise Theologie

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Theologie, das ist eine Wissenschaft dicker, alter Bücher und weisser, alter Männer. Soweit das Vorurteil. Doch Theologie, das ist auch Tsena Malalaka, eine Gruppe energiegeladener Frauen aus Afrika und Europa, die im November 2017 mit dem Marga Bührig Preis ausgezeichnet wurden. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der Austausch, der auf Beziehungen basiert.

Tsena Malalaka inspirierte uns, der Frage nach Beziehungen in der Theologie eine Ausgabe der Neuen Wege zu widmen. Wie funktioniert das Nachdenken über Theologie ausgehend von persönlichen Begegnungen? Was tun, wenn patriarchale Hierarchien und koloniale Strukturen einem Austausch auf Augenhöhe entgegenstehen? Die Antworten auf diese Fragen sind so vielfältig, wie die Zunft der TheologInnen und die Orte, an denen sie wirken. Die Frauen von Tsena Malalaka erzählen im Gespräch, wie sie mit Ihrem Netzwerk – in neuen Beziehungsweisen – Grenzen überwinden.

In El Salvador erarbeitet der Theologe Andreas Hugentobler mit den Mitgliedern seiner Basisgemeinde eine Theologie, die im Alltag wurzelt. Sandra Lassak sucht in Peru bei «den Anderen» nach neuen Wegen, um die Theologie von ihrer kolonialen und patriarchalen Last zu befreien. Von den Folgen schwieriger Beziehungen zwischen Religionsgemeinschaften handelt die Bildstrecke mit Alltagsszenen aus dem nigerianischen Flüchtlingsdorf Gurku. Dort lernen muslimische und christliche Binnenflüchtlinge, die von Boko Haram vertrieben wurden, wieder in Nachbarschaft zu leben. «By God’s Grace» – so Gott ihnen gnädig ist – wird es ihnen gelingen, ein Hoffnungszeichen für den Frieden zwischen den Religionen zu setzen.

Laura Lots